Bauunternehmer sprachen Preise ab. Wer dies tut, betrügt. Bauherren, Mieter und Steuerzahlende wurden um Millionen gebracht. Das ist ein Skandal. Seit der Recherche der «Republik» wissen wir, dass zahlreiche Politiker in den Skandal involviert sind. Staatspolitisch am gravierendsten ist der Verdacht, dass das kantonal Tiefbauamt von den Verfehlungen der Baumeister wusste und bestenfalls nichts unternahm, schlimmstenfalls dem Kartell interne Listen zuspielte. Für die Politik bedeutet das: Es muss Aufklärung geben. Dazu braucht es eine PUK. Es geht um nichts anderes als um die Glaubwürdigkeit unserer Institutionen. Um die Ehre Graubündens.

Ebenso wichtig ist auch, dass wir jetzt anpacken. Die wirtschaftliche Situation Graubündens ist schwierig. Es braucht einen Aufbruch. Graubünden kann den schaffen, ohne auf illegale Mittel wie Kartelle zurückzugreifen. Mit neuen Köpfen und neuen Ideen. Und mit Investitionen in Bildung und Forschung. So stärken wir Innovation, die Grundlage wirtschaftlichen Wachstums. Mit mehr Pioniergeist bei Klimaschutz und Digitalisierung meistern wir die Herausforderungen der Zukunft. Und: Mit Massnahmen für bezahlbaren Wohnraum und Kinderbetreuungsangebote sowie dem Einsatz für kulturelles Schaffen machen wir Graubünden lebenswert. Das hat Zukunft – das ist Fortschritt.

(Dieser Text von mir wurde am 2. Mai 2018 im Bündner Tagblatt publiziert.)

Lukas Horrer

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